Bundesschülerkonferenz

Im Rahmen der letzten Bundesschülerkonferenz (BSK) vom 27. – 29. Mai, der ständigen Konferenz der Landesschülervertretungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, wurden diverse Positionen verfasst um das Schulwesen zu Gunsten der Schüler zu reformieren.

Bereits im Januar dieses Jahres hat sich die Bundesschülerkonferenz einstimmig für eine Lockerung des Kooperationsverbotes ausgesprochen. Hierbei soll vor allem die Verteilung von Gelder durch den Bund ermöglicht werden. Dies würde dazu dienen, die häufig geforderte Chancengleichheit ungeachtet des Wohnortes zu garantieren. Auf lange Sicht werden Nehmerländer keine Geberländer wenn eine ausreichende Finanzierung der Bildung nicht gewährleistet werden kann. Die Migration in finanzstarke Länder aufgrund der besseren Chancen in Sachen Bildung muss vermieden werden.

Anschließend an diese Position hat die BSK nun über die Frage: „Wie vergleichbar und mobilitätsfördernd ist die Bildungslandschaft in Deutschland?“ beraten. Während ein Bildungszentralismus weiterhin angelehnt wird, konnte einstimmig festgestellt werden, dass es wichtig für die bundesweite Bildungslandschaft ist durch Standards die Mobilität zwischen den Ländern zu erhöhen.

Die BSK spricht sich dafür aus, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) sich transparenter über die Erfolge und Misserfolge in ihren Ländern austauscht, damit die föderale Bildungslandschaft von den Erfahrungen einzelner Länder besser lernen kann. Auch sollen Beschlüsse der KMK nachvollziehbarer gestaltet und beschlossen werden.

Ebenfalls fordern die Mitglieder der BSK, eine Überarbeitung der Lehrpläne, da aufgrund der auf 12 Jahre verkürzten Schulzeit die Schülerinnen und Schüler mit einer höheren Belastung konfrontiert sind.

Auch soll das Fach Politik nach dem Vorschlag der BSK zu einem Pflichtfach ab der Sekundarstufe I werden, um der heutzutage immer stärker werdenden Politikverdrossenheit entgegen zu wirken, ist die Meinung der heutigen Jugend doch essenziell für die spätere Gestaltung der Politik, unabhängig davon, in welchem Rahmen.