Für Unterricht ist es zu heiß!

Der Unterricht an Schulen im Saarland, dient der Wissensvermittlung und der Erziehung saarländischer Schülerinnen und Schüler.Diesem Grundsatz möglichst gerecht zu werden, ist Aufgabe der Schule. Die Frage die wir uns stellen ist ob bei Raumtemperaturen von über 30 Grad Celsius, dieser Sinn und Zweck des Unterrichts nur ansatzweise erfüllt werden kann. Während in Industrie und Wirtschaft die Einforderung von Maßnahmen, gegen extreme Arbeitsbedingungen durch den Betriebsrat die Regel geworden ist, stehen wir in der Schule vor verschlossenen Schulleitungszimmern. “Hitzefrei gibt es nicht mehr!”, so die Parole – selbst dann nicht, wenn auch der Schulleiter es für sinnvoll erachtet. Es ist leicht aus klimatisierten Büros des Bildungsministeriums heraus Ausnahmesituationen zu verbieten, schlecht jedoch für uns Schüler.

Trotz Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes und Ozon-Warnung des Umweltministeriums ist keine Besserung in Sicht. Unterricht muss stattfinden! Wir fordern daher das Ministerium für Bildung und Kultur auf, seine Sichtweise im Bezug auf extreme Temperaturen zu revidieren und zu verstehen, dass Unterricht bei einer Raumtemperatur von über 30 Grad Celsius schlichtweg nicht möglich ist. Denn ist es nicht die Außentemperatur die zählt. Kein Schüler würde sich beschweren wenn die Arbeitsbedingungen stimmen. Das tun sie aber nicht. Eine Wissensvermittlung ist bei einer derart hohen Raumtemperatur einfach unmöglich. Eine einfache Reglung würde reichen, die Hitzefrei in den Entscheidungsbereich des Schulleiters legt, da dieser näher am Unterricht dran ist als das Ministerium in Saarbrücken, statt stur auf der “Keine-Ausnahme-Reglung” zu beharren.