Forderungen

Forderungen

Aktuell diskutierte Forderungen:

Überarbeitung des Mitbestimmungsgesetzes:

  • Das aktuelle Gefüge aus Gesamt- und Schulkonferenz verkompliziert eine demokratische und paritätische Willensbildung. Daher fordern wir die Verlagerung aller wichtigen Kompetenzen in die Schulkonferenz und als logische Konsequenz die Auflösung der Gesamtkonferenz. Die Gesamtkonferenz schafft in unseren Augen keine ausgewogene Beteiligung zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Die Schulkonferenz fungiert heute oftmals als reines „Abnickgremium“.
  • Einbindung des Schulmitbestimmungsgesetzes und dessen konkrete Umsetzung als Teil des Lehrstoffes in Gesellschaftswissenschaftlichen Fächern zum frühestmöglichen Zeitpunkt an weiterführenden Schulen. Oftmals scheitern Schülervertretungen an den nötigen Informationen und erfüllen daher nicht den eigentlichen Zweck, die Vermittlung gelebter Demokratie an der Schule.
  • Die Einführung eines landesweiten Registers für Schülervertreter, sowie eine damit verbundene Online-Plattform zur Vermittlung von Informationen und die verbindliche Nutzung durch Schulen. Nicht zeitgemäße Informationswege erschweren die landesweite Schülervertretungsarbeit ungemein.
  • Schaffung einer Vermittlungsstelle in der zuständigen Schulaufsichtsbehörde für Beschwerden von Schülern über ungerechte Umsetzung des Schulmitbestimmungsgesetzes an Schulen.
  • Berufung des Vorsitzenden der Landesschülervertretung in die Landesschulkonferenz. Auf Grund des Delegierten Systems ist nicht gewährleistet, dass die Landesschülervertretung als oberste Vertretung aller saarländischen Schüler einen Platz in der Landesschulkonferenz hat. Um die Sicht der Schüler besser darstellen zu können, fordern wir deshalb einen dauerhaften Platz der Landesschülervertretung in Form ihres Vorsitzenden in der Landesschulkonferenz.
  • Umsetzung von Klassenräten nach dem Vorbild der Klassenräte an verschiedenen Gemeinschaftsschulen, in allen weiterführenden Schulen, um die Organisation der Klassengemeinschaft von Fachunterricht zu trennen.
  • Übertragung des Delegiertenstatus auf den durch alle Schüler direkt gewählten Schülersprecher und dessen Vertreter, zur Unterstützung der demokratischen Legitimation der Landesschülervertretung und ihrer Entscheidungen.
  • Ermöglichung von repräsentativen Umfragen durch die Landesschülervertretung in Form von einer Online-Plattform und bis zu ihrer Umsetzung einen geregelten Schriftverkehr um eine leichtere Meinungsbildung der Landesschülervertretung zu ermöglichen.
  • Einordnung der Landesschülervertretung in einer gesetzlich festgelegten Rechtsform zu Vereinfachung der Geschäfte der Landesschülervertretung und Klärung von Haftungsfragen.
  • Erstellung eines Leitfadens für Schülervertretungsarbeit, als auch zu aktuellen Themen, in Zusammenarbeit des Ministeriums für Bildung und Kultur und der Landesschülervertretung als Handreichung für SV´en.

Verbesserung der Schulausttattung

  • Zeitgemäßen Einsatz von moderner Kommunikationstechnik an Schulen und Schaffung von rechtliche Grundlagen für den beispielsweise die Nutzung von öffentlichem W-Lan. Immer mehr saarländische Städte setzen öffentliches W-Lan in ihren Gebieten um, diese Art von Fortschritt darf Schülern und der Bildung allgemein nicht verwehrt sein.
  • Verpflichtender Zugang für jeden Schüler zu einem Schulinternen Netzwerk, in welchem Lehrer und Schüler, sowie Schüler und Schüler miteinander kommunizieren können. Der zeitgemäße Einsatz fördert eine unkompliziertere Organisation des Schulalltags. Mögliche Lösungen können sich am LPM eigenen Schulmoodle orientieren.
  • Bereitstellung eines angemessenen Arbeitsumfelds für die Schülervertretung, welcher sich aus Büromöbeln, sowie IT-Zubehör und Netzzugang zusammensetzt.
  • Gewährleistung eines vielfältigen und gesunden Angebots an Verpflegung für Schüler, sowie eine Schüler freundliche Preiskultur.

Qualitative Verbesserung des Unterrichts und der Transparenz

  • Abbilden beider Halbjahresnoten, sowie der zusammengesetzten Jahresnote auf dem Jahreszeugnis, um deren Zustandekommen besser nachvollziehen zu können.
  • Einführung eines landesweiten Erwartungshorizontes und die verpflichtende Verwendung dieses bei Lernzielüberprüfungen.
  • Meldepflicht von strukturellem Unterrichtsausfall bei dem Ministerium für Bildung und Kultur als zuständige Aufsichtsbehörde, zur Sicherstellung von Lernstoffvermittlung.
  • Verpflichtende und regelmäßige Fortbildung aller Lehrer.
  • Schaffung einer konstruktiven Feedback-Kultur zwischen Lehrern und Schülern. Feedback schärft die Selbst- und Fremdwahrnehmung und fördert die Reflektionsfähigkeit.
  • Schaffung mehr Personalressourcen um zum einen den Klassenteiler zusätzlich zu senken und einen direkten Unterricht zu gewährleisten.
  • Entwicklungsberichte und Lernstandgespräche: Noten und Zeugnisse sind in der Regel nicht aussagekräftig genug im Hinblick auf den persönlichen Entwicklungsprozess, sozialen, didaktischen und methodischen Kompetenzen. Für die eigene Weiterentwicklung sind diese Rückmeldungen aber unumgänglich. Eine Note ist ein recht subjektives Empfinden der Lehrer und somit nur schwer vergleichbar. Deshalb muss ein Zeugnis für eine differenziertere Aussagekraft einen Entwicklungsbericht beinhaltet. Des Weiteren sollten zweimal pro Schuljahr Lernstandgespräche umgesetzt werden um noch individueller auf den Schüler einzugehen und somit auch zur Weiterentwicklung zu motivieren

Verbesserung von Inhalten

  • Vermittlung von zeitgemäßen Fähigkeiten im Umgang mit Technik, welche sich zudem an Anforderungen im Berufsleben orientieren, sowie die Einbringung in den herkömmlichen Unterricht. Die Nutzung eines Schulnetzwerkes unterstützt diesen Punkt zusätzlich.
  • Verpflichtende Nutzung von Berufs- und Studiumsinformation-Angeboten. Zur Zeit bildet sich ein unterschiedliches Bild an Schulen im Saarland was derartige Informationstage betrifft, bei welchen zahlreiche Schulen eine Vorbildfunktion erfüllen, gibt es ebenso viele, die derartiges Angebot völlig außer Acht lassen.
  • Einführung eines verpflichtenden Betriebspraktikums in der Mittelstufe und eines Sozialpraktikums in der Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe an Schulen, welches zum einen den Einblick in ein wirtschaftliches Unternehmen fördert und zum anderen sozial Werte vermitteln soll. Nach Umsetzung beider Modelle an zahlreichen Schulen hat sich eine Durchführung beider Praktika bewährt und sollte nun auf alle Schulen verpflichtend ausgeweitet werden.

Allgemeinpolitischen Beschlüsse 

  • Forderung nach Senkung des Wahlalters auf 16 Jahren. Unsere Erfahrungen zeigen, dass durch das steigende Alter der Gesellschaft auch die politischen Themen altern. Parteien sind darauf aus, die älter werdenden Wähler abzuschöpfen und richten ihre Programm dementsprechend aus. Wir wollen dem entgegenwirken und durch eine Senkung des Wahlalters, die Politik dazu bewegen, ihre Parteiprogramme den Interessen junger Menschen anzupassen.
  • Senkung der Preise des ÖPNV im Saarland. Als jugendliche sehen wir uns durch die zu hohen Preise für den Öffentlichen Verkehr zunehmend benachteiligt. Einfache Strecken, welche in anderen Bundesländer günstiger zu bewältigen sind kosten im Saarland derart viel, dass sich öfter dafür entschieden wird zu Hause zu bleiben, als sich zum Beispiel politisch zu engagieren. Damit muss Schluss sein.