Beschwerden zum Abitur 2016

Alle Jahre wieder!

Alle Jahre wieder ist nicht nur ein Weihnachtslied, dass ist auch der Rhythmus der Beschwerden bezüglich des Abiturs hier im Saarland. Dieses Jahr liegen uns vermehrt Klagen über das Hörverstehen der Abiturprüfung im Fach Französisch vor. Wir haben mit vielen Schülern gesprochen und folgende Punkte kristallisierten sich als Hauptkritikpunkte heraus: 

  • undeutliches Sprechen im Detailverstehen (z.B. ein starkes „Nuscheln“)
  • laute Hintergrundgeräusche im Detailverstehen ( z.B. Maschinengeräusche und Rascheln)
  • erhöhte Sprechgeschwindigkeit
  • starker Akzent im Globalverstehen

Dennoch gab es Schüler, welche mit dem Schwierigkeitsgrad der Prüfung zurecht kamen waren und kein Verständnis für die Beschwerden ihrer Mitschüler zeigten. Rücksprachen mit einigen Lehrerinnen und Lehrern ergaben ein ähnlich verwobenes Bild. Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Zahl der Schüler die den Schwierigkeitsgrad der Prüfung als unangemessen empfanden überwiegt.

Wir als Landesschülervertretung haben uns dazu entschlossen bis nach den schriftlichen Abiturprüfungen am 02. Mai eingehende Beschwerden zu sammeln und diese dann nach einer Auswertung den zuständigen Kommissionen zu übergeben.

Zu sagen bleibt, dass wir jedes Jahr aufs Neue an das Ministerium für Bildung und Kultur appellieren, realistische Prüfungssituationen zu stellen. Wir fordern keines Wegs ein geschenktes Abitur und wollen diesbezüglich auch nicht falschverstanden werden. Doch zeigt sich gerade was das Hörverstehen betrifft, dass uns Schülern das Leben unnötig erschwert wird. Unserer Ansicht nach haben zu laute Hintergrundgeräusche und exotische Dialekte nichts im Hörverstehen zu suchen, da sie schlichtweg nicht die Realität widerspiegeln, in der zudem jederzeit die Möglichkeit bestünde nachzufragen. Mit Aussicht auf eine Sprechprüfung im Abitur ist der ganze Ärger vielleicht irgendwann vorbei.

2 Gedanken zu „Beschwerden zum Abitur 2016

  • Sehr geehrte Landeschülervertretung,
    ich habe dieses Jahr das Französisch Hörverstehen am Gymnasium Wendalinum St.Wendel absolviert.
    Leider hatte ich auch mit dem Mittelteil des Hörverstehens zu kämpfen.
    Hier konnte ich aufgrund nuscheln der befragten Person keine Informationen heraushören. Zudem gab es komische Hintergrundgeräusche, die uns das Verstehen noch erschwerten. Es hörte sich an als würde sich der Befragte bücken oder mit dem Kopf vor und zurückgehen (als ob er Arbeiten würde). Dies machte es unmöglich genaue Informationen aus dem gesprochenen Text herauszufiltern.
    Ich hoffe Ihr könnt mit eurer Beschwerde beim Ministerium für Bildung und Kultur etwas erreichen, so dass die Noten des Hörverstehens vielleicht ein wenig gehoben werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Pascal Paulus

  • Guten Tag!
    Ich kann ihre Beschwerde voll und ganz nachvollziehen. Ich bin selber Betroffener.
    Das Hörverstehen war eine Unverschämtheit!
    Grüße Etienne Scheid

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